In die Schweiz auszuwandern bedeutet nicht nur, Deutsch zu lernen und dort zu arbeiten, sondern sich auch auf eine faszinierende Reise in die Schweizer Gesellschaft zu begeben. Wie aber „ticken“ die Schweizer*innen? Was ist nötig, um mit ihnen in Kontakt zu kommen? Wie gestalte ich den Aufbau von Freundschaften in der Schweiz? Und am Allerwichtigsten: Wo finde ich Kontakt zu Einheimischen, die meine Freunde werden könnten?
Ich selbst bin diesen Weg der Integration in der Schweiz gegangen und habe inzwischen erfolgreich soziale Wurzeln geschlagen. Gerne nehme ich Sie mit auf diese Reise! Gemeinsam tauchen wir tief in die Schweizer Gesellschaft ein. Dabei lernen Sie, wie es Ihnen gelingt, Ihre Nachbarn, Kollegen und die Thurgauer zu Freunden zu machen. Nur Mut! Ich garantiere Ihnen, es lohnt sich!
Ihr Door-Opener: Offenheit, Höflichkeit und Freundlichkeit
Die Schweizer*innen sind für ihre Zurückhaltung bekannt. Sie gehört quasi zur DNA der Schweizer Mentalität. Doch interpretieren Sie dies nicht als Desinteresse oder gar Ablehnung Ihnen gegenüber. Vielmehr empfinden Schweizer*innen vor der persönlichen Privatsphäre ihres Gegenübers tiefen Respekt, so dass es etwas dauern kann, bis Sie das Stadium des Small Talks überwunden haben. Im internationalen Vergleich tasten sich Schweizer*innen daher eher langsam an neue Beziehungen heran.
Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihr Interesse an Einheimischen durch eine verlässlich offene, freundliche und höfliche Kommunikation gestalten. Ergreifen Sie dabei auch gerne selbst die Initiative, ohne jedoch aufdringlich zu sein. Sprachlich hilfreich ist hier der Konjunktiv: Deuten Sie an, dass man mal etwas gemeinsam machen könnte oder es schön wäre, das einmal gemeinsam zu erleben.
Networking: Erste Kontakte im multisprachlichen Raum knüpfen
Viele Schweizer*innen engagieren sich ehrenamtlich für die Integration und es entstehen Angebote, die sich direkt an Zugewanderte richten. Oftmals handelt es sich um multisprachliche Angebote, so dass Sie Ihre Deutschkenntnisse in Kombination mit anderen Sprachen (im Idealfall in Ihrer Muttersprache) in alltäglichen Gesprächssituationen mit Schweizer*innen und anderen Zugewanderten Schritt für Schritt optimieren können. Besuchen Sie daher zum Beispiel Sprachcafés, regelmässige Treffen zum gemeinsamen Kochen, Essen, Singen oder Spielen, Begegnungscafés, Femmes & Hommes Tische, Kulturabende oder Werkstätten, in denen Schweizer*innen und Zugewanderte zusammen Töpfern, Malen, Nähen, mit Holz bauen und vieles mehr.
Engagieren Sie sich selbst: Im sozialen Rahmen liegt viel Kraft
Gleich und gleich gesellt sich gern. Dieses deutsche Sprichwort beschreibt sehr gut, dass es grundsätzlich einfacher fällt, Freundschaften zu knüpfen, wenn man dieselben Interessen teilt. Was also liegt daher nicht näher, als sich persönlich für eine Sache oder ein Thema zu engagieren und dabei auf Schweizer*innen zu treffen, die ebenso empfinden?
Mit Ihrem Engagement zeigen Sie zudem, dass Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, persönlich für etwas Gutes und damit für die Schweizer Gesellschaft einsetzen. Im Thurgau gibt es vielfältige Vereine, in die Sie eintreten und sich einbringen können:
Sport im Thurgau: Mitmachen und Freunde finden!
Ob Ballsport, Bergsport, Pferdesport, Turnsport, Kampfsport, Wassersport oder Wintersport, die Thurgauer Vereine haben eine Online-Übersicht zu allen Sportvereinen im Kanton zusammengestellt. Sicher ist auch in Ihrer Nähe ein Sportverein, der optimal zu Ihren Interessen passt!
Vereine in Kreuzlingen: Netzwerken direkt vor der Haustür!
Auch in Kreuzlingen gibt es vielfältige Vereine: Von Tierschutz und Astronomie über Bierbrauen, Imkern und Fotografieren bis hin zu Musik, Tanz und Theater, schauen Sie sich das Vereinsangebot in Kreuzlingen an und lernen Sie Schweizer*innen kennen, die sich für dasselbe Hobby wie Sie begeistern.
Berufliche und politische Netzwerke: Ihr Engagement für die Zukunft!
Bringen Sie Ihre berufliche Expertise in branchenspezifische Netzwerke ein und lernen Sie dort Expert*innen aus aller Welt kennen. Ob im Rahmen von Veranstaltungen wie Workshops, ThinkTanks und Foren oder als Mitglied einer Expat-Gruppe, Initiative, Partei oder Gewerkschaft, mit Ihrem Engagement zeigen Sie, dass Sie sich für eine bessere Zukunft in der Schweiz persönlich einsetzen.
Freundschaften zu knüpfen ist wie Deutsch lernen: Die Regelmässigkeit macht`s!
Regelmässigkeit schafft Sicherheit und Vertrauen. Das ist beim Aufbau von Freundschaften genauso wie beim Deutschlernen. Daher empfehle ich Ihnen: Wie auch immer Sie sich in die Schweizer Gesellschaft einbringen, tun Sie es regelmässig. Das schafft jene Verlässlichkeit, auf welche die Schweizer*innen ihre Freundschaften gründen.
Herzlichst,
Ihre Olga Mühlethaler