Wie entwickelt sich das Lernen von Sprachen in Zukunft? Welche Chancen bieten dabei neue Tools und AI? Und was ist eigentlich Hausa? Mit diesen und vielen weiteren Fragen im Gepäck machte ich mich Mitte November gespannt auf den Weg nach Berlin zur EXPOLINGUA.
Die EXPOLINGUA Berlin
Bereits seit 1988 ist die Fachmesse rund um Sprachen, Kulturen und Bildung internationaler Treffpunkt von Sprachlehrerinnen, Übersetzerinnen, Dolmetscherinnen und Sprachinteressierten und steht für die Faszination durch Sprachen, kulturelle Vielfalt, internationale Bildung und Lern- und Studienerfahrungen im Ausland. Mit 140 Ausstellern und einer Vielfalt an Speakerinnen wird die EXPOLINGUA von über 4.000 Besuchern jährlich besucht – und in diesem Jahr auch von mir.
Vom 14. – 15.11.2025 auf der EXPOLINGUA in Berlin
Schon vor meinem Messebesuch staunte ich über das facettenreiche Angebot! Neben Schnuppersprachkursen in Arabisch, Burmesisch, Portugiesisch, Ukrainisch, Usbekisch, Hindi und ja, auch der westafrikanischen Sprache Hausa (!), gab es nicht nur sprachkulturelle Vortragsreisen durch China, Guatemala, Indien und viele weitere tolle Länder, sondern ich durfte auch ganz neue Sprachlernansätze kennenlernen wie zum Beispiel Thealingua, eine Verbindung von Theater und Sprachenlernen.
Unter den Ausstellern befanden sich zudem Sprachreiseanbieter sowie Behörden wie das Auswärtige Amt, der BND, der Verband der Konferenzdolmetscher und die Europäische Kommission, die über berufliche Karrierewege für Sprachtalente informierten. Ich war begeistert von dieser Vielfalt und stürzte mich motiviert in das interaktive Angebot der EXPOLINGUA.
Dabei rätselte ich im Language Quiz, erlebte wie AI das Üben der korrekten Aussprache optimieren kann, lauschte Interviews, nahm am Speak-Dating teil, besuchte Workshops und Podiumsdiskussionen und entdeckte dabei nicht nur die neuesten Entwicklungen und Tendenzen im Bereich des Sprachenlernens, sondern durfte dank der sympathischen Content Creatorin Marija auch in die Welt Online-Deutschlehrer*innen eintauchen. Einen ganzen Abend lang haben wir uns ausgetauscht, über wichtige, aktuelle Sprachthemen diskutiert und dabei auch viel gelacht.
Doch so facettenreich die Vielfalt der Themen, Trends und Impulse der Fachmesse auch waren, eine entscheidende Perspektive habe ich dort vermisst: Die Einheit von Sprachenlernen, Mindset und interkulturellen Kompetenzen. Denn sie ist integraler Bestandteil des Interkulturellen Lernens, wobei Sprachkenntnisse die Grundlage bilden, das richtige Mindset (Neugier, Empathie, Offenheit) die Anwendung ermöglicht und die kulturelle Kompetenz die erfolgreiche Interaktion in der Fremdsprache sicherstellt – eine Synergie, die durch Selbstreflexion und Perspektivwechsel gestärkt wird.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie wichtig diese Verbindung von Sprachenlernen, Mindset und interkulturellen Kompetenzen für eine erfolgreiche Integration ist. Daher bilden sie auch das Fundament meiner Arbeit. In meiner Sprachschule Conectico verbinde ich den Spracherwerb mit interkulturellem Lernen und stärke so die Entwicklung des richtigen Mindsets. Denn in ein neues Land auszuwandern bedeutet nicht nur, die Sprache zu lernen und dort zu arbeiten, sondern sich auch auf eine faszinierende Reise in die fremde Gesellschaft und Kultur zu begeben:
Conectico macht neugierig auf die Menschen im fremden Land und fördert die Offenheit gegenüber der neuen Kultur. In meinen Sprach- und Interkulturellen Kursen fragen wir uns daher unter anderem auch: Wie „ticken“ die Einheimischen? Was ist nötig, um mit ihnen in Kontakt zu kommen? Wie gestalte ich den Aufbau von Freundschaften? Und am Allerwichtigsten: Wo finde ich Kontakt zu Einheimischen, die meine Freunde werden könnten?
Gerne nehme ich Sie mit auf diese Reise!
Ihre Olga Mühlethaler